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Ferdinand Vogel

  Gleitschirmfliegen ist mein Leben



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German Open 2015 - Tag 4
 - Tolmin29.07.2015
Heute nur Regen.

Der gestrige Tag brachte einen zweiten Durchlauf für die German Open. Nur zwei Piloten schafften die Aufgabe am Lijak bis ins Ziel zu fliegen.
Mit fast Dauerregen starteten wir zur Fahrt ins 50 min entfernte Fluggebiet am Alpenrand wieder zum Lijak. Vor Ort wurde das Wetter kontinuierlich besser und zum Start ging es mit kräftigen Bärten in der Sonne rauf. Ein Hin und Her die Kante entlang erwartete uns. Zunächst mit viel Sonne, doch dann immer mehr Schatten. Nur über dem Grad blubbte es noch ein wenig. Die erste Wende nahmen wir noch ganz gut. Einmal tief und man ging landen. Letztlich flog ich im Führungspulk zur vorletzten Wende über Nova Gorizia. Alles im Schatten versuchten wir uns nochmals kurz am Startplatz einzuparken und waren uns dann einig, dass Ausgleiten das sinnvollste sein schien. Beim Einarken hätten wir uns Stück für Stück tiefer gebastelt. Erst als ein Umdrehen nicht mehr Möglich war kam wieder unerwartet Sonne an die Kante und die deutlich später kommenden Verfolger konnten über dem Startplatz nochmals ausreichend Höhe machen. Wenige kamen heute weit.
Der Blick in die Ergebnisliste zeigt, dass viele sonst guten Piloten pech hatten und oft sehr früh am Boden standen.

Nach aktuellem Ranking wäre Tille auf Platz 1 der deutschen Wertung.

Heute gab es noch ein sehr ausführliches Debriefing im trockenen. Neben dem gestrigen Task gab es taktische Tipps zum Startzylinder, dem Beschleunigten Fliegen und dem Scoring Prozess.
Wir hoffen auf noch ein paar Tasks. Das Wetter schaut aber nicht optimal aus. Wir bleiben optimistisch.



German Open 2015
 - Tolmin27.07.2015

Nach einer Woche Betreuer bei der Paragliding Challenge in Greifenburg ging es nun weiter für mich nach Slowenien zur Deutschen Meisterschaft.
Die Einschreibung brachte den ersten Regen und der erste Wettbewerbstag viel gestern auch direkt ins Wasser. Heute allerdings wachten wir mit einem Gewitter auf und fuhren ein paar Stunden später genau dort hin. In den Süden an den Lijak.
Die Sonne zeigte sich immer häufiger und wir im Taskkomitte waren zuversichtlich. So gab es eine 45 km Aufgabe entlang der schönen slowenischen Gebirgskette.
Doch nach langem Anreisen und den ersten Briefings war es 16 Uhr bis das Race begann und alle Piloten in der Luft waren. Außerdem war inzwischen der Himmel wieder etwas dichter geworden und so schafften es heute nur wenige über die Minimum Distanz zu gelangen. Die meisten landeten fast unmittelbar nach dem Startzylinder 2 km südlich im flachen Vorland. Auch mir erging es so. Zwar biss ich mich 2h fest um auf ein Sonnenfenster zu warten, doch es kam keines und irgendwann war die Luft zu tot um die Höhe zu halten.
Der Punktabstand ist minimal. Keiner schaffte es ins Ziel und nur 4 Piloten deutlich weiter mit Rund 18 km Aufgabendistanz.
19 Punkte für die Erstplatzierten und der Großteil des Feldes auf dem letzten Platz (17) mit 9 Punkten.



World Ranking
 - Kempten03.07.2015


Ein Wettbewerb nach dem anderen fällt aus. Bislang fanden nur zwei Wettbewerbe an denen ich teilnehmen wollte statt. Doch sie reichten aus für eine Platzierung im FAI World Ranking unter den Top 50 der weltweiten Gleitschirm Wettbewerbspiloten. Im für die Nominierung zur Nationalmannschaft entscheidenden deutschen Ranking stehe ich nun an 6ter Stelle. Vor mir finden sich Ulrich Prinz, Torsten Siegel, Marc Wensauer, Andreas Maleckie und Martin Petz.
Diese Saison stehen neben der Deutschen Meisterschaft bei mir noch die Wettbewerbe des Paragliding World Cups in Spanien und Indien auf dem Programm. Wenn die Qualifikation für das Superfinal reicht, steht außerdem noch der Saisonabschluss in Mexico an.



Neue Sponsoren
 - Kempten13.06.2015

Bei meinem Wettkampfflügel Enzo2 von Ozone haben mich die Flugschule Chiemsee und talkyoo unterstützt.



Austrian Open 2015
 - Kempten10.06.2015
Die Österreichische Staatsmeisterschaft 2015 fand heuer im Zillertal bei Mayrhofen statt. Ausgangspunkt der drei gewerteten Tasks war jeweils die Zillertaler Höhenstraße beim Melchboden.
Geflogen wurden am ersten Tag und am letzten Tag jeweils kleinere Aufgaben um die 50 km Distanz im Zillertal. Der zweite Tag brachte sehr gute Streckenflugbedingungen mit sich und so wurde eine 140 km große Aufgabe bestritten.
Für mich startete der Wettbewerb leider nicht so gut. Beim ersten Task positionierte ich mich nicht schlecht und kam auch als dritter bei der ersten Wende im Hintertuxertal an, doch dort war alles abgeschattet und so entschied ich mich mit Marc Wensauer, Daniel Tyrkas, Peter Jung und Thomas Walder zum niedrigen umkeheren in die sonnbeschienene Südseite des Penken. Leider ging keine Thermik nach oben und erst als wir uns weit vorgesoart hatten ging es nach 30 min Verzögerung rauf. Bis dahin waren bereits alle auf und davon und die erste Wolke ließ ihren Graupel fallen. Die nächste Bastelstelle ließ nicht lange auf sich warten. Am Startplatz vorbei im schattigen Lee brauchte es abermals lange bis ausreichend Höhe gesammelt war. Platz 48 ist kein gutes Resultat um einen wichtigen Wettbewerb zu starten.
Dafür lief der Folgetag. 140 km Richtung Westendorf, weiter bis nach Mittersill im Pinzgau und retur. Meine Bedingungen! Die Basis satt, schwer und tief konnte ich mich früh vom Führungspulk absetzen und flog 50 % der Strecke alleine vorne weg. Nur ein weiterer Enzo2 Pilot war mit mir voraus. Wir flogen aber trotzdem jeder seinen Stil. Erst im Pinzgau bei der Wende holten sie uns ein. Der abendliche Endanflug über den Gerlos zurück war kein leichtes, da alles abgeschattet vor uns lag. Platz 2 lässt sich sehen und machte den Vortag wieder gut.
Overall nun auf Platz 15 rauf gerutscht gab es einen gecancelten Task wegen Überentwicklung. Die Wettbewerbsleitung war etwas übervorsichtig geworden, da am Vortag ein Nationalmannschaftspilot sehr schwer Verunfallte.
Der letzte Tag überraschte jeden der Teilnehmer. Jeglicher Wetterbericht sagte Schauer und Gewitter von der Früh an voraus. Oben am Startplatz erwartete uns aber ein blauer Himmel. Erst zum Startzeitpunkt bildeten sich Wölkchen. Der Task lief wieder super. Extrem gut Positioniert hatte ich 200 m über allen anderen rausgeflogen. Nun machte ich einen Fehler und flog los zur ersten Wende. Nichts findend kam ich tiefer und tiefer und musste schließlich vor der im Tal liegenden Wende parken. Einer nach dem anderen flog wieder über mich hinweg. Spät konnte ich die Wende nehmen und machte mich an die Aufholjagd. Kurz vor der letzten Wende war ich nahe am Führungspulk dran. Nur waren sie deutlich höher. Ich nahm die Wende tief und glitt geradeaus das Tal hinauf. Den Rückenwind nutzend holte ich alle auf und konnte als 3ter über die Ziellinie fliegen.
Platz 6 Overall lässt sich sehen, zumal der Bewerb so schlecht startete.
Gesamtergebnis: Overall




Trofeo Montegrappa 2015 - Tag 5
 - Kempten07.04.2015
Das letzte Race der Trofeo. Kurz, kompakt und schnell. Ein 67 km Task bei abermals hoher Basis, viel Wind und später größerer Abschattung. Gewonnen hat Honorin Hamard. Bester Deutscher weider Ulli Prinz auf Rang 7. Damit hollte sich Ulli den Gesamtsieg der Trofeo 2015.

Blauer Himmel. Ein zwei kleinere Wölkchen die mit N-Wind verblasen wurden und unten ein ordentlicher W-Wind. Nichts Neues, alles wie die Tage zuvor auch. Die Startwende lag wieder südlich, anschließend wieder halb zur Talquerung zum "Winkenden Jesus" ansetzen. Einmal quer hinter Bassano drüber und zurück ins Brentatal. Von dort noch schnell bis zum Piavetal und in den Endanflug.
Leider kam ich etwas spät am Startplatz raus. Die Thermischen Ablösungen waren stark und viele (auch ich) brauchten mehrere Anläufe. Die Thermik war wieder sehr verblasen und nur größere Pulks schafften es die Thermik wieder zu finden und bis nach oben zu drehen. Leider glückte mir dies heute nicht. Der Blick rauf zu den anderen machte miese Stimmung und so langsam wurde es eng. Die Startzeit rückte näher.
Wer Höhe tanken konnte bastelte sich gegen den Wind nach Westen vor. Langsam aber bedacht gelang es mir auch. Der Startpulk mit den meisten Piloten positionierte sich sehr im Westen. Mein Glück, denn mit den letzten Startern fanden wir direkt am Zylinder eine Thermik die uns eine super Ausgangshöhe verschaffte. Pünktlich zum Race Beginn war ich einer der wenigen Hohen und 300m tiefer der Rest.
Trotz der super Höhe und den damit verbundenen Vorteilen durfte ich nicht zu viel entspannen. Mit viel Gas ging es dem Wind entgegen. Schnell war die vorteilhafte Höhe dahin. Immer wieder standen starke Thermiken in der Gegend herum und durchmischten das Feld immer wieder. Meine Position an der Spitze konnte ich aber ganz gut verteidigen. Über Lusiana wurde viel gedreht um anschließend direkt zum letzten Berg vor dem Tal nochmals ausreichend Höhe zu tanken.
Beim Flug raus zur Wende sah ich Pepe etwas Höher aber vor allem weiter nach Süden vorhaltend. Aaron und Yassen hielten sich etwas auf dem direkteren Kurs. Keiner gab so richtig Vollgas zur Wende hin. Ich dachte an den starken Talwind und welche Vorteile ich mir aus ihm holen könnte, wenn wir beim Rückflug tiefer kommen.
Doch nach dem die Wende genommen war merkte ich schnell, dass es nur ums Beschleunigen ging. Wer sich mehr draute war schneller zurück am Hang. Der Vorteil mit dem Wind war vernachlässig bar klein. Trotzdem fand ich rasch Anschluss und war wieder vorne mit dabei. Martin Petz legte ein Tempo vor und raste immer wieder einfach alleine weiter. Er hatte nichts zu verlieren, da er am ersten Tag kurz stand. Trotz seiner Alleingänge war es schwierig mit den Topleuten an ihm dran zu bleiben.
Der Rückflug war wie immer schnell und kurz vor dem Brentatal ging es ans Höhe tanken. Maximal aufdrehen und direkt raus über Bassano hinweg? Wir flogen doch wieder zur Antenne Costalunga (Oststartplatz), doch da ging leider kaum etwas und so war dieser Abstecher nur ein Umweg. Die Verfolger sahen dies und kürzten ab. Im Flachen ging es erstaunlich gut nach oben. Ein zwei Bärte und wir hatten die Wende und waren bereits wieder zurück im Taleingang des Brentatals.
Dann schaltete ich viel zu spät. Dem Sieg bereits sicher ging es über die Startplätze hinweg und mit einem starken Bart in den Orbit. Nun realisierte ich zu spät, dass alles östlich abgeschattet war. Die Wolken darüber waren nur Schleier. Nichts was einem Höhe schenken würde. Ich eilte weiter am Hang. Sah Drachenflieger aufdrehen am monament und wollte wieder von dort zur Wende und ins Ziel fliegen.
Alle Verfolger und wenige Kluge blieben länger in dem starken Steigen nahe der Startplätze. Als ich es bemerkte und es am Monament nicht rauf ging, sondern uns nur durchwaschte, wusste ich, dass wars.
Die Führungsgruppe war nun eine andere. Gefühlte 400 m Höher setzten sie zum Endanflug an. Mein Gleitzahlrechner sagte 9,2 bis ins Ziel. Vielleicht trägt es ja doch ein wenig?
Nein es ging nur runter und irgendwann war der wenig schiebende Nordwind weg und der westliche Gegenwind für den Endanflug wurde stärker. Martin war etwas Höher und hielt aufs Ziel nach der Wende.
Der Verfolger Pulk hatte mich überholt und flog über mir ebenfalls Richtung Ziel. Pech! Aber ein Ausgleiten bis zum Aussenlanden war mir zu einfach. Viel Arbeitshöhe hatte ich nicht mehr. Die Berge waren fast schon nicht mehr erreichbar, aber die letzte Chance. Nur mit Rückenwind und Blick entgegengesetzt zum Ziel schaffte ich es mit ausreichnder Resthöhe für einen Wiedereinstieg zu der Bergkette. Langsam ging es rauf. Der W-Wind schiebte mich immer weiter weg vom Ziel.
Rippe für Rippe kämpfte ich mich vor. Immer wieder mit viel Gas vor zur nächsten fliegend, sah ich den Glücklichen zu wie sie das Ziel erreichten.
16 min nach dem ersten überflog auch ich die Ziellinie und wurde 27ter. Gefrustet ging es Heim. Im Auto ging ich den Flug nochmals durch und fand ihn, genau wie alle anderen Flüge während dieser Trofeo etwas besonderes. Ich lernte so viel und konnte für mich neue Regionen befliegen. Ein super Wettbewerb! Overall schaffte ich es sogar noch in die Top 10 und belegte den 10ten Platz.
Ziel erreicht und glücklich!
Gesamtergebnis: Overall
Mein Flug: DHV-XC



Trofeo Montegrappa 2015 - Tag 4
 - Semonzo del Grappa05.04.2015
10:00 Uhr
Um 10:30 Uhr ist das nächste Briefing. In der Früh regnete es und bis gerade eben waren die Gipfel noch in Wolken. Nun schiebt der vorhergesagte kräftige Wind die Wolken weg und die Sonne kommt wieder raus. Vermutlich werden wir rauf fahren, aber nicht fliegen. Der Wind ist einfach zu stark.

18:00 Uhr
Tatsächlich haben sie uns zum Startplatz geschickt. Irgendwann gab es einen Task zum in die GPS eingeben. Er hätte raus ins Flachland führen sollen. Doch bereits bei dem ersten Graupelschauer sagten die Verantwortlichen den Tag ab. Viele starteten nach dem kurzen Schneefall. Ich verpasste das fliegbare Fenster und musste nochmals einen Schauer abwarten.
In der Luft war es windig kalt. Die Thermik stark und eng, sobald die Sonne raus kam. Nicht alle schaften den Flug gegen den Wind zum Headquater. Später flogen sogar noch einige Rückwärts.

Morgen wird der letzte Tag. Und dieser wird gut!



Trofeo Montegrappa 2015 - Tag 3
 - Semonzo del Grappa04.04.2015
Freies Fliegen war angesagt. Ein kurzer Walk and Fly und ohne einen Kreis bis zum Monament rauf gesoart.
Morgen wird es zu viel Wind haben.



Trofeo Montegrappa 2015 - Tag 2
 - Semonzo del Grappa04.04.2015
Weniger Nord-Wind. Bessere Bedingungen? Größerer Task! Das Race über 120 km war anstrengend, aber geil. Tagessieger wurde Jost Napret, gefolgt vom ersten deutschen Martin Petz auf Platz 3 und Ulli und mir punktgleich auf Platz 8.
Nach 3:50 h war die Strecke abgeflogen (30 km/h Schnitt); und das in Bassano.

Heute hatte es weniger Wolken. Nur im Westen Richtung Gardasee standen feine Thermikwölkchen mit etwas N-Wind hoch drüber. Wieder flogen bereits die Bassanoflieger hoch über den Startplätzen und als die ersten Streckenflieger zu uns rüber gekommen waren starteten wir den Task.
Wieder etwas W-Wind und dieselbe Startboje wie Vortags ging es los. Alle positionierten sich am Startzylinder in, um und unter den dort entstehenden kleinen Wolken.
Der Pulk war sich nicht einig wie der Weg weit in den Westen am sinnigsten geflogen werden sollte. Ich wählte heute mit wenigen anderen die Ridge, der größere Pulk flog diagonal nach Lusiana. Im Grunde war es egal, überall standen starke Thermiken rum. Die Führenden gaben mächtig Gas und es war nicht leicht dran zu bleiben.
Nach Lusiana flog der Pulk die niedriger und weiter draußen liegende Abriskante an. Wieder nahm ich meine schon so oft geflogene Abriskante an den höher werdenden Bergen.
Meine Route war eigentlich besser, aber relativ allein und etwas tiefer hat man nie eine Chance gegen den Pulk. Der hat immer Recht!
Die geflogene Geschwindigkeit war enorm. Die Talquerung zum winkenden Jesus stand an. Der Talwind war kaum zu spüren. Leichter Gegenwind ließ alle einen kleinen Bogen zum auf der Gegenseite liegenden Prallhang fliegen (siehe DHV-XC). Wenige fanden den Einstieg in die Thermik. Nur wer mit Vollgas die Querung angesetzt hatte fand den etwa weiter draußen stehenden Bart und konnte sich absetzen. Der Rest ging soaren. Etwas weiter hinten kam ich nach und kam irgendwie nicht hoch.
Nun stand der Sprung in die richtig hohen Berge an. Die ersten waren bereits die mini Felskette in den Kessel hinein geflogen. Die Verfolger Gruppe fand abermals etwas vorgelagert schwaches Steigen. Jörg Nuber schaffte den Einstieg auch nicht und flog tief den direkten Weg. Ein Feuer auf halber Strecke des Kessels zeigte den Wind gut an und ich ahnte, dass der Rauch sich gerade mit einer Thermik nach oben ablöste. Also hinterher! Das klappte so gut, dass wir vorne am Eck fast alle wieder eingeholt hatten. In einem knackigen sehr starken Bart ging es empor. Viel Wind hatte es hier oben aus SW. Und genau da hin mussten wir nun, nur war dort alles abgeschattet. Keine Thermik in Aussicht, nur die Wolken darüber schauten gut aus.
Der Führungspulk stürmte los. Tief. Der zweite Pulk etwas mehr Höhe hinterher. Und ich wollte erst mit maximaler Höhe hinterher. Da die Thermik aber zu zerrissen war flog ich mit den Nachzüglern hinterher. Und tatsächlich, so ein Pulk mit den Toppiloten findet immer was. Rasch war die nächste Wende genommen. Je näher wir den Wolken kamen umso schneller ging es rauf. Die kommende Wende lag nun südlich. Auf dem Weg mussten wir über eine Gebirgskette drüber. Das Stärkste Sinken vor und nach dieser erwartete uns. Direkt nach der Wende ging es mit dem W-Wind zurück Richtung Flachland. Wenig Sonne brachte wenig Thermik. Niedrig war der komplette Pulk. Stück für Stück ging es rauf; immer weiter ins Flache versetzend. Dann flogen die Führenden weiter und ein schöner Bart machte sich für die gebliebenen auf. Am Winkenden Jesus hatte ich sie eingeholt. Endlich im Führungspulk.
Doch dann waren sie schon wieder auf und davon. Wieder erwischten die anderen die zerrissene Thermik besser. Dann sah ich in Flugrichtung ein paar gut steigen, kam aber zu tief drunter an und fand nichts mehr. Die bevorstehende Querung zurück war zu krass, also flog ich zurück zum Prallhang. Immer mehr stürmten über mir vorbei. Ich fand keinen Einstieg; nur langsam ging es empor.
Irgendwann, als die Führenden in Talmitte das Kreisen anfingen flog ich relativ tief los. Sie ließen sich mit dem Talwind in das Tal hinein versetzen. Weit draußen im Flachland flogen wenige vereinzelt den direkten Weg und hatten immer wieder Steigen.
Mein Plan war gewagt, aber er ging auf. Ich flog raus. Einen großen Bogen um den Taleinschnitt. Denn der Führungspulk stand nun im Talwind und kämpfte sich entlang des Hanges wieder vor.
Dies klappte so gut, dass ich wieder den Führungspulk einholte. Zwar waren die meisten etwas höher, aber auf dem Weg nach Lusiana wählte ich wieder meine Route passend zur Windstärke und konnte im Geradeausflug ausreichend Höhe machen. Über der schwierigen Stelle auf dem Heimweg stand eine große Wolke und so ballerte es uns einfach in die Höhe. Recht weit vorne und hoch befand ich mich nun. Nur wenige waren nochmals weiter vorne und zeigten uns einen schönen Bart vor der Brentaquerung an. Ab hier war bis ins Piave Tal alles abgeschattet. Trotzdem soarten einige vor den üblichen Startplätzen rum. Weiter draußen hingen sogar einige unter den mächtigen Wolken.
Erst dachte ich, wir nehmen die Wende im Osten über das Flachland, doch hinter den Startplätzend kam die Sonne raus und wir flogen alle dort hinein. Bis an die Basis katapultierte es uns nach oben. Am Monoment vorbei und raus zur Wende. Gleitzahl 1:12 ins Ziel. Das wird knapp! Langsam glitten wir vor, nahmen die Wende und hatten Respekt vor dem Schatten. Doch die Hänge soarten und das Ziel kam näher. Mit Vollgas zur letzten Wende und ins Ziel :-)
Overall nun Platz 6!
Heute am Tag 3 schaut es sehr bewölkt aus, trotzdem kommt gerade der Bus an. Muss mich beeilen. Drückt den deutschen Piloten die Daumen =)




Trofeo Montegrappa 2015 - Tag 1
 - Semonzo del Grappa02.04.2015
Seit der German Open keinen Wettbewerb mehr geflogen. Umso glücklicher bin ich über diesen genialen ersten Task.
Als bester Deutscher kam Ulrich Prinz ins Ziel, nur wenige Minuten nach dem ersten. Gefolgt vom ersten größeren Pulk, mit welchem ich auch gerade so ins Goal flog.

Der Tag war von vielen bereits am Vorabend abgeschrieben. Der Nord Wind blies sehr stark bis hinunter zur Abbazia.
Auch heute Morgen zeigten die ersten Wolken eindeutig den starken Wind in der Höhe an. Und der sollte noch stärker mit dem Tag werden. Trotzdem fuhren wir optimistisch nach Rubbio. Ein abgelegener Startplatz westlich von Bassano.
Schöne Ablösungen kamen den Hang herauf und am Oststartplatz hingen viele bereits hoch drüber. Es brauchte eine Weile bis der Task stand. Für die Verbildlichung hier mein Flug. Direkt ging es weit hinauf. In den flugrelevanten Schichten hatten wir kräftigen Westwind und unsere erste Wende lag vor Rubbio, weit im Flachen. Die Idee nun erst etwas nach Westen vor zu fliegen um dann mit Rückenwind den Starzylinder zu nehmen war gar nicht so leicht. Zwar war die Basis enorm hoch und der Ausblick ein Traum, aber das Vorkämpfen war kein leichtes.
Mir war klar, dass das Rennen heute nicht am Startzylinder gewonnen werden würde. Also ließ ich viele vor und schaute einfach alles in Höhe umzuwandeln was ging.
Dadurch war der Führungspulk schnell auf und davon. De nächste Wende war weit im Westen. Immer wieder flog man in kräftige Bärte rein, kam dennoch nur langsam voran.
Der Rückweg war einfach und da ich zwei Mal in einen 7 m/s Bart stolperte konnte ich in den Führungspulk nach der Wende aufschließen. Nun ging es an Bassano vorbei bis zu den vorgelagerten Hügeln SO-lich von den Startplätzen von Semonzo. Mit Rückenwind war die Brenta schnell überflogen, doch der schöne Prallhang wollte nicht so recht. Zu dritt ging es ein wenig rauf. Alle folgenden mussten direkt weiter und kamen immer tiefer. Am Hausberg selbst ging auch die Westseite kaum. Wir mogelten uns mit schwachem teigen weiter. Überflogen den Startplatz Cassette und merkten nun etwas höher gekommen den N-Wind wieder. Alle anderen hatten Mühe rauf zu kommen, so ließen wir uns Zeit.
Leider reichte die Höhe noch nicht für den Endanflug ins Flache hinaus, und nur zu dritt wäre es zu unsicher nochmals Thermik zu finden. Also soarten wir den Grat Richtung Monoment rauf (bei N-Wind!).
Irgendwann hatte sich der Verfolger Trupp hoch gekämpft und flog los. Da mussten wir hinterher. Ulli war bereits los geflogen und konnte sich höher, als auch vor dem Pulk positionieren. Beim Losfliegen hatte ich eine Gleitzahl von 1:6,9. Mit ordentlichem Rückenwind ging das noch. Um nicht ganz hinter dem Pulk de letzte Wende zu nehmen gab ich Vollgas. Die Gleitzahl ins Ziel wurde bedrohlicher.
Die Gruppe nahm die Wende vor mir und meine Höhe hatte sich inzwischen derer angepasst. Das Ziel war knapp nicht mehr zu erreichen. Da wir mit dem W-Wind bis ins Ziel zu kämpfen hatten. Jeder stieg in Gas um es irgendwie noch zu packen.
Dann mein rettender Bart. Als einziger flog ich hinein und konnte ein paar Meter gewinnen um diese direkt in noch mehr Gas umzusetzen. So reichte es die Gruppe ganz einzuholen. Einige landeten knapp vorm Ziel. Ich schaffte es knapp und hoffe auf eine Top 10 Position =)

Morgen wird gut! Jetzt gibt's in der Abbazia ein Piloten Abendessen. Ein Traum hier :-)



Streckenflugseminar Bassano
 - Kempten15.03.2015
Was für eine Woche. Jeden Tag andere Bedingungen und somit perfektes Wetter für ein Streckenflugseminar. Gemeinsam mit nur 2 Teilnehmern konnten wir jeden individuell von seinem Könnensstand abholen und durch Weitergabe meiner Erfahrungen beim Streckenfliegen weiter bringen.
Der letzte Seminartag toppte die gesamte Woche. Alles was die Teilnehmer gelernt hatten wendeten sie an und so gelang uns ein 50 km weites flaches Dreieck mit zwischenzeitlicher Toplandung in Rubbio (westlich von Bassano).
Ich freue mich jett schon auf weitere Seminare. Das viele Abspiralen und die Herausvorderung jeden im Blick zu haben und weiter voran zu bringen lässt die Vorfreude nicht schmälern!

letzter Tag. Alle 3 Teilnehmer bereit für die Brenta-Querung



XCline Seminar
 - Kempten24.02.2015
Ein kleines Online Streckenflugseminar im Tannheimertal für Euch.

Interessierte an einem richtigen Streckenflugseminar können kurzentschlossen noch einen freien Seminarplatz für mein kommendes Seminar in Bassano ergattern.
=> jetzt buchen





Streckenflugseminare 2015
 - Kempten20.01.2015
Gemeinsam mit der Flugschule Chiemsee biete ich drei Streckenflugseminare an. Alle Infos findest du auf den Seiten von der Flugschule Chiemsee.



Acro Jam with friends
 - Kempten03.11.2014





Neue Kameraperspektiven
 - Kempten01.11.2014





German Open - Task 4
 - Tolmin30.08.2014
Endlich. Fliegen und Racen wie es sich gehört. Zu Beginn gab es noch eine Bastelstelle, bei welcher sich die üblichen Toppiloten absetzen konnten. Ab dann war Ridgeracen angesagt und nach kürzester Zeit waren fast alle im Ziel.
Für mich lief es mit 11 min Rückstand nicht schlecht. 9ter Platz :-)
Overall gewann Manuel Nübel!
Ergebnisse
Mein Flug:



German Open - Task 3
 - Tolmin29.08.2014
Anstrengend. Sehr stabil ging es nur langsam oder gar nicht.
Wenige schafften die 50 km weite Aufgabe. Gewonnen hat Marc Wensauer vor Manuel Nübel und Pepe.
Körperlich ging es mir heute nicht gut. Bereits beim gemeinsamen Aufdrehen merkte man, dass der heutige Tag sehr schwach daher kam. Den Startzylinder erwischte ich dieses mal super. Doch die darauf folgende Ridge nördlich des Campings wollte nicht wie versprochen. Langsam Stück für Stück bastelten wir uns hinauf. Doch einer wollte weiter fliegen und die Entscheidung abnehmen. Die meisten mussten sich erst noch hochsoaren. Als erster wollte ich nicht vor fliegen. Zu mal es zwei Routen ab hier gab. Hohe Berge oder direkter Weg zur Wende und zurück. Als die ersten tief die direte Route wählten reichte mir das rum gesuppe und ich folgte ihnen. Ein paar hundert Meter los geflogen, bogen hinter mir Pepe, Manu, Marc, .. ab in die hohen Berge. Zu spät für mich.
Die Wende nahm ich und beim zurück Gleiten merkte ich bereits, dass nun basteln angesagt war. Ein paar früher losgeflogenen schlossen sich mir an. Tief und tiefer arbeiteten wir uns vor. Als alle zum Abgleiten ansetzten, ging es endlich höher. Am Grat angekommen schoss Manu an mir vorbei. Er hatte bereits die Wende 5 km nach Süden genommen. Er brüllte mir noch zu maximale Höhe zu machen. Also kurbelte ich weiter auf 1600 m und flog mi ein paar Nachzüglern hinaus zur Wende.
Beim raus Gleiten versuchte ich meinen Drinkschlauch wieder fitt zu bekommen. Außer Luft am nichts raus und meine Kopfschmerzen nahmen Überhand. Zurück am Hang war alles großflächig durch Zirren abgeschattet. Abgeiten und 2 h später den wenigen beim Zieleinflug zu sehen.
Update: 30.08.
Heute wird nochmals geflogen :-)
Ergebnisse
Mein Flug:



German Open - Task 2
 - Tolmin27.08.2014
Der heutige Tag begann wie der letzte Tag endete. Fast 24 h am Stück regnete es. Der Campingplatz stand noch halber unter Wasser, als es mit den Shuttels abermals zum Lijak ging.
Die Basis war niedrig und im Tagesgang wurde der Wolkenanteil immer mehr. Das Schattenspiel gewann heute Achim Torn, gefolgt von Pepe und Manuel Nübel. Für mich langte es so gerade noch in die Top 10.

Die niedrige Basis war nach dem Start schnell erreicht. Doch heute standen einige Wolken im Flachen und so probierten es immer mehr am Startzylinder (3 km im Flachen) aufzudrehen und dort auf das heutige Race zu warten. Nach wenigen Nullschiebern an diesem Zylinder entschied ich mich doch wieder zur Ridge zurück zu fliegen. Auf halber Hanghöhe ankommend ging es in der heißen und feuchten Meeresluft nur sehr gemächlich wieder hoch. Zeitlich reichte es genau für einmal Basis machen und raus gleiten zum Startzylinder. Heute passte die Höhe, aber ich war doch ein wenig zu spät.
Nun war Ridge fliegen angesagt. Wer kurbelte verlor. Manuel Nübel hatte beim Start wenig Höhe, flog aber als einzigster einfach direkt zur ersten Wende. Alle anderen kurbelten immer wieder. Nach zweimaligem Vorbeikommen am Startplatz führte Manu und hatte eine nur kleine Gruppe um sich. Dahinter folgte das Hauptfeld etwas auseinander gezogen, aber mit geringem Abstand.
Gegen 15 Uhr war die Ridge komplett abgeschattet. Die Führenden hatten Grathöhe und schossen hinein ins Dunkle. Die zweite kleinere Gruppe war etwas tiefer und flog genauso hinterher. Hier entschied ich mich umzudrehen und zurück in die Sonne zu fliegen. Doch selbst die sonnigen Felsen unterhalb des Startplatzes trugen nicht und so fanden sich alle Nachkommenden im Flachen an der Schattengrenze in einem schwachen Bart wieder. Die Führenden konnten sich soarend weiter mogeln, doch von den tiefer Weitergeflogenen schafften es nicht alle weiter.
Die Führungsgruppe war weg. Jetzt nicht absaufen und save ins Ziel kommen.
Die Wolkenstraße vor der Ridge war nun die bessere Alternative. Doch allein ist es schwer die perfekte Linie zu finden. Da die Wende am Hang zu nehmen war und der Hang (aber nur dieser) an der Wende in der Sonne lag, traute ich mich wieder an die Ridge. Vergebens. Wieder war tiefes Ausgraben im Flachen angesagt. Nachdem die Wende genommen war ging es mit viel Arbeitshöhe zügig zur vorletzten Wende. Einmal noch Basis machen. Blick zum Endanflugrechner. 1:9, 1:8 .. warum fliegt keiner los? Bin ich halt der Erste. Letztes Steigen mit nehmen und 1:7 stand im XC-Track. Mit Vollgas ging es in den Endanflug.
Nach der Landung beim Interview mit Charly Jöst erfuhr ich, dass bislang kaum welche im Ziel waren und ich in der Top 10 sein werde. Dann kamen gefühlt alle auf einmal ins Ziel.
Ein schöner Tag, der nun mit einem Hitzegewitter endet.
Ergebnisse
Mein Flug:



German Open - Tag 2
 - Tolmin26.08.2014
Regen :-(



German Open - Task 1
 - Tolmin25.08.2014
Heute startete der zweite Teil der Deutschen Meisterschaft. Wetterbedingt ging es zum Lijak in Slowenien.
Nach einer 50 km weiten Aufgabe gewann Pepe den Task. Kurz vorm Ziel standen Manuel Nübel (Platz 2) und Manuel Bauer (Platz 3).

Der Task hatte es in sich. Die Bedingungen wirkten vom Startplatz betrachtet stabil. Doch manchmal blubberten bereits um 10 Uhr die Flugschüler im Positionskreis wieder empor. Die ersten Wölkchen bildeten sich auf 1700 m. Das Meer in der Ferne sehend genossen wir die Sonne und den schönen Seewind bis die Aufgabe Mittags gestartet wurde.
Ich wollte recht früh in die Luft um so viel Zeit unter meinem Core wie möglich verbringen zu können.
Leider machte ich aber eine etwas schlampige Startvorbereitung und startete mit verdrehtem Tragegurt. Die A3 (also die äußerste A-Leine) hatte sich einmal hinten rum um den Tragegurt gewickelt (Foto). Die Bremse ging schwerfällig und scheuerte an Stabilo und dieser A3 Leine. Ich überlegte lange, was ich nun tun sollte. Toplanden? Zu viele Piloten die Starten wollten. Landen gehen? Dann ist der Wettbewerb gelaufen. Den Task mit fliegen? Kann ich denn Gas geben? Wird die Leine durchscheuern, oder halten?
Ich machte ein wenig Höhe und glitt ins Flache um ruhigere Luft zu erhalten. Nach ein wenig probieren wusste ich wie nun heute zu Steuern war. Zog ich die Bremse ein wenig zu mir her, so verkürzte ich die A3 und ein Seitenklapper war die Folge. Gleiches galt für die B-Gurte. Auch sie konnte ich nur nach vorne unten ziehen.
Die Umgewöhnung erfolgte langsam und immer wieder zog ich mir Klapper beim Kurbeln und warten bis das Air startet Race begann.
Der Startzylinder war über dem Landeplatz. Einige flogen zu früh hinaus. Die GPS zeigten noch eine Speed to Start von Rund 30 km /h. Auch etwas verfrüht folgten wir einige Kurbelkreise später. Die Positionierung war heute aber nicht wichtig. Denn keiner Puschte so richtig. Gemächlich ließ jeder jeden vor fliegen. Langsam ging es die Ridge zunächst nach Westen, dann Osten und dann mussten wir sehr weit ins Flache hinaus. Wir kurbelten bis der Bart zu Ende war. Die erste Gruppe kam tief an der Wende an. 300m über Grund und 6 Kilometer von den Bergen entfernt. Ich war in der zweiten Gruppe und sah was auf uns zukam. Jeder Blubber musste gedreht werden. Mal ging es 100m hoch, mal 200m runter. Einige mussten landen. Die Führenden arbeiteten sich vor bis zum Landeplatz. Hatten aber irgendwann nur noch 50m - 100m Höhe. Ich blieb mit einigen an einer guten Thermikquelle. Zwar pulsierte sie, doch die Zeit zwischen den Ablösungen war gering. Nach 3 Ablösungen zog endlich eine durch und gemeinsam mit Daniel Fischer ging es empor. Endlich reichte die Höhe und wir wagten den Sprung zurück an die Ridge. Wir kamen etwas tief an, doch gaben nicht auf und kämpften uns mit Mini-Thermiken wieder hoch. Als die Thermik zuverlässig stieg, ging der Blick wieder zu den Konkurrenten über dem Landeplatz. Sie hatten auch eine Thermik erwischt und so trafen sich unsere Flugrouten am Startplatz wieder.
Von Westen kamen dichte Zirren auf und so war schnelles vorankommen die Devise. Die nächste Wende war am Bergfuß im Osten, anschleßend mussten wir 6 Kilometer aufs bewaldete Hochplateau. Irgendwann war die Abschattung da. Mit dem letzten Bart des Tages schafften es wenige der Übriggebliebenen auf 1600m und glitten in den Wald.
Eine Wiese bei der Wende sah landbar aus und so steuerten wir diese an. Als das GPS den Zylinder erreichte drehte ich um und fand eine andere potentielle Landewiese im Wald, die zurück zur Ridge führte. Ich hoffte auf einen kleinen Heber um doch noch zurück ins lache fliegen zu können. Manuel Bauer flog direkt hinter mir und konnte mit 15m mehr Höhe hinüber fliegen. Ich landete.
Pepe war zu dem Zeitpunkt bereits im Ziel und Manuel Nübel glitt mit fast Baumberührung hinaus zum Ziel.

Platz 6 für mich und damit immer noch Platz 2 für die Deutsche Meisterschaft.
Ergebnisse
Mein Flug:



Junior and Ladies Challenge 2014
 - Greifenburg22.08.2014
Die Junior and Ladies Challenge ging mit drei mini Tasks zu Ende. Mit dem Tandem Gleitschirm von Swing versuchte auch ich mein Glück. Leider waren wir aber ein wenig zu schwer und das Kurvensinken für die täglich schwachen Bedingungen zu hoch. Spaß machte es trotzdem sehr!



Tandemfliegen
 - Garmisch07.08.2014
Der Tandemschein ist meiner. Die ersten Streckenflüge sind gemacht. Morgen geht es wieder auf Strecke und dann ab zum FunCup der DHV-Jugend im Zillertal. Nach einer weiteren Woche Training werde ich mit dem Tandem bei der Junior and Ladies Challenge in Greifenburg antreten. Ich bin sehr gespannt ob wir mithalten können und welche Platzierungen wir erfliegen werden.
Der Streckenflug von gestern führte uns in einem 70 km FAI Dreieck um die Zugspitze herum:




Ein normaler Arbeitstag
 - Kempten21.07.2014





Austrian Open
 - Kössen11.06.2014
Task 1: 150 km (FAI) Platz 17
- Nur wenige kamen bis ganz ins Ziel.
Task 2: 115 km (Zickzack) Platz 14
- Merke! Der Kaiser geht unten raus nicht so gut.
Task 3: 155 km (FAI) Platz 13
- Gegen den Wind mehr Gas und vor Bastelstellen maximale Höhe.
Task 4: 81 km (Zickzack) Platz 21
- Du bist ganz Vorne? Chill und kontrolliere die Gruppe!

Summe: 18:20 h und 450 km



PWC Frankreich - Day 6
 - Chamousset30.05.2014
9:00 Uhr Die Gipfel sind mit weißen Wölckchen eingehüllt. Heute soll es noch ein wenig feuchter werden und früher regnen.
Nach langem überlegen und analysieren warum ich bei diesem Wettbewerb so "schlecht" fliege kam ich zu zwei Ergebnissen.
1. Ich habe viel zu wenig getrunken. Das ist seit gestern Morgen behoben.
2. Ich gebe grundsätzlich nie mehr Gas als 2/3 tel des Beschleunigerweges (entspricht einem Speed von ~53 km/h). Alle anderen aber schon. Und das nicht selten. Also entweder nie wieder PWC, oder ich lerne langsam mehr Gas zu geben. Man sieht sehr gut die Luft um einen herum, da immer Pioten mit einem fliegen. So sieht man Turbulenzen schon bevor man sie auch nur spüren könnte. Mal sehn wie sich der Core im Vollgas fliegen lässt.

16:30 Uhr Wieder kurz gestanden. Irgendwie nicht mein Wettbewerb hier. Immerhin schöne Aufnahmen vom Wolkenfliegen mit 120 Piloten machen können
13. Ulli Prinz
15. Marc Wensauer
28. Jakob Hummel
(vorläufige Ergebnisse)



PWC Frankreich - Day 5
 - Chamousset29.05.2014
9:00 Uhr Wetter schaut gut aus. Zwar quellen die Wolken ohne Ende empor, aber das wird schon.

18:00 Uhr Wieder kurz gestanden. Die Piloten splitteten sich heute in zwei Pulks. Meiner war einen Tick langsamer. Zum Ende hin regnete es ein wenig und beim trocken Fliegen spülte es mich 10km vor dem Ziel, vollends ins Tal.
1. Thorsten Siegel
9. Ulli Prinz
19. Marc Wensauer
(vorläufiges Ergebnis)



PWC Frankreich - Day 4
 - Chamousset28.05.2014
9:00 Uhr Der angeblich beste Tag der Woche beginnt mit sehr tiefer Basis. In der vergangenen Stunde macht es zwar immer mehr auf, aber das wird noch eine weile brauchen. Wir sind gespannt! Heute ist am Headquater zumindest schon mal wieder mehr los, als die vergangenen zwei Tage. Bis später!

18:00 Uhr Heute gab es eine spannende und abwechslungsreiche Aufgabe von St. Hilaire über Grenobel bis zu unserem Headquater nach Chamousset. Die Aufgabe war 65 km lang.
Zu Beginn lag die Basis noch auf Startplatzhöhe. Zum Aufgabenbeginn hatte ich eine super Ausgangsposition, die ich sofort mehr als verlor.
Es bildeten sich zwei Gruppen. Eine flog raus in Talmitte, denn hier schien die Sonne und ließ zwei schöne Wölkchen zu. Die schönen Felsen lagen im Schatten, sahen aber trotzdem zuverlässiger aus, da die aufliegenden Wolken mehr versprachen. Leider entschied ich mich zu spät für eine der Routen und flog mittig zunächst los. Als ich mich für die Felsen entschlossen hatte, war es breits zu spät. Meine Linie verlief logischerweise im Sinkbereich, da es im Tal und an den Felsen trug. Also fand ich mich gefühlte 500m unter allen anderen wieder. Selbst für die Felsen reichte es nicht und so soarte ich unterhalb in Richtung Grenobel der ersten Wende entgegen.
Die Gruppe draußen drehte nochmals ein wenig unter der zweiten Wolke, ab dann sah es aber auch für sie nicht mehr gut aus. Bei der Wende war das komplette Tal abgeschattet. Die über mir soarenden machten an den Felsen ein wenig mehr Höhe. Höhe die mir fehlte.
Die erste Gruppe waren die im Tal fliegenden. Nach dem sie die Wende hatten, flogen sie gegen den Wind wieder in die Sonne und konnten tief Anschluss finden. Ich selbst war zu tief. Mehr als halten ging nicht (zu schattig und flach) und so entschied ich mich weiter zu fliegen. Die Wende nehmen und tief über die Ortschaft ins Sonnige. Leider wusch es mich im Schatten zu stark hinunter und so reichte es nicht einmal mehr bis zum von mir als Plan B (nach Plan A, aufdrehen) definierten Landeplatz, einem Fußballfeld. Die Ortschaft (Stadt), war dicht mit "Villen" besiedelt. Hohe Bäume und Stromleitungen, ließen die Gärten extrem Schrumpfen und so reichte es nach einer 180° Kurve nur noch für einen kleinen Weg. Der Schirm blieb leicht im Baum hängen und mit viel Speed ging es auf die Straße.
Nichts passiert und auch der Schirm, der im Garten neben an lag, war heile geblieben.
Außer mir flogen 8 weitere tief zur Wende und mussten ähnliche Landeplätze wählen. Tasksetter haben hier Misst gebaut!
Ins Ziel kamen Rund 50 Piloten. Die Deutschen sind gut vorne mit dabei! Ergebnisse sind schwierig vorab zu nennen, da die Leadingpoints einiges verändern werden.

Ich lernte aus dem Task: Zwischen zwei Aufwinden gehts in der Regel runter. Landen geht man früher. Und man schließt immer seine Beingurte und kontrolliert sie direkt vor dem Start; IMMER.
Der Flug:



PWC Frankreich - Day 3
 - Chamousset27.05.2014
Regen! Noch deutlich mehr als gestern.
Gestern kam gegen Mittag für 2h die Sonne durch. Einige Teilnehmer nutzten das schöne Wetter zum Fliegen, andere um sich zu sonnen. Ein Task wäre vermutlich nicht möglich gewesen. Denn beendet wurde das blaue Loch von heftigen Gewittern, die uns den noch immer andauernden Dauerregen brachten.
Heute ist wohl der schlechteste Tag der Woche. Ich hoffe noch auf ein, zwei faire Tasks.



PWC Frankreich - Day 2
 - Chamousset26.05.2014
Regen! Die Berge sind leider kaum zu sehen.



PWC Frankreich - Day 1
 - Chamousset25.05.2014
Der Himmel ist mit leichten Zirren bedeckt. Nur hinter dem Mt Blanc wurden sie weg geblasen. Das General Briefing ist seit 30 min im Gange. Heute soll es mehr Wind als gestern haben. Ich bin sehr gespannt.

Deutsche Piloten:
Ulrich Prinz
Thorsten Siegel
Manuel Nübel
Thomas Ide
Marc Wensauer
Sebastian Hohn
Martin Petz
Jakob Hummel
Jean-Pierre Philippe
Reiner Braun
Annalena Hinestroza
Ferdinand Vogel

17:00 Uhr
Ein abgleiter Task. Die weitesten schafften knappe 15 km.
Der Tag begann wie bereits erwähnt mit einem geschlossenen Zirrenhimmel. Während der frühen Auffahrt mit den Bussen lockerte es ein wenig auf. Die Hoffnung stieg!
Am Startplatz schnell noch die PWC Nummer in den Schirm und auf zum Briefing. Erstmals bekam ich den neuen Livetracker in die Hand gedrückt. In der Luft schaute ich aber nicht drauf. In meinem Bräuniger fehlten die Wegpunkte, also war ich lange beschäftigt mit Koordinaten eingeben.
Der Wind war heute deutlich angenehmer. Nur pünktlich zum Window Open (wenn wir in die Luft dürfen), wurden die Cirren Stück für Stück wieder dichter.
Die Thermik schwächelte sehr und so warteten Rund 130 Piloten im Nullschieber eine Stunde lang bis das Ausgleiten zum ersten Wendepunkt, Talaufwärts los ging.
Pünktlich zum Race Beginn kamen vom gegenüber liegenden Berg Regenschauern auf uns zu. Ein Schauer schaffte es bis zu uns an den Hang. Zu diesem Zeitpunkt standen aber bereits fast alle am Boden.

7. Thomas Ide
30. Manuel Nübel
36. Ulli Prinz



PWC Frankreich - Training
 - Chamousset24.05.2014

Herzlich willkommen beim PWC France 2014. So langsam trudeln immer mehr Piloten bei sonnigem Wetter am Headquater ein.

Mehr Infos heute Abend nach dem Trainingstask.

15:30 Uhr
Der Wind kam von der falschen Richtung. Der Startplatz lag etwas im Lee. Kräftige Ablösungen vermischten die Situation. Startbar war es, wer seinen Schirm kennt. Ich entschied mich allerdings für den Bus und fuhr mit einigen wieder runter.
Heute gibt es noch ne Pilotenparty. Ansonsten hoffen wir auf fliegbareres Wetter als am heutigen Tage.



Vortragsabend beim GSC Albatros Bad Reichenhall
 - Kempten15.05.2014

 - GSC Albatros Bad Reichenhall e.V.

"Ferdinand Vogel - amtierender deutschland Rekord-halter mit einem 274 Kilometer FAI Dreieck, mehrfacher Task-Gewinner im Paragliding-Weltcup sowie dritter der deutschen Streckenflugmeisterschaft 2013 - verrät wertvolle Tipps und Tricks rund ums Streckenfliegen."

Der Vortrag findet im Brauereigasthof Bürgerbräu Bad Reichenhall statt. Beginn ist um 19:00 Uhr am 05.06.2014.
Nähere Informationen hier



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